Der Weg nach Slowenien

Der Eintrag ist von gestern abend, aus einem Café in Ljubljana. Bilder folgen.

Gestern war ein entspannter Tag. Als erstes wurde ich von zwei Schreinern mitgenommen,  die auf dem Heimweg Richtung Frankfurt waren, und von da aus ging es mit Stephan durch mehrere Stunden Stau bis kurz vor München. Stephan ist Vertriebsleiter und auf dem Rückweg von Holland nur wegen des Streiks mit dem Auto gefahren, eigentlich wollte er den Flieger nehmen. Schnell war mir klar, dass wir in ziemlich unterschiedlichen Welten leben, aber – und das ist das Schöne beim Trampen – wir haben uns ohne Probleme sechs Stunden lang unterhalten und schnell einen gemeimsamen Nenner gefunden. Bei München habe ich entschieden, die Nacht an der Tankstelle zu  verbringen. Ich habe sogar noch einen Kaffee spendiert bekommen und als ich heute morgen an der Raststätte vom Zähne putzen zurück kam, hat mir der Burger King Mitarbeiter ungefragt zwei Tüten Chicken Nuggets an den Platz gebracht! Auch wenn das um 6Uhr morgens ein etwas gewöhnungsbedürftiges Frühstück war, war ich nach so viel Freundlichkeit natürlich topmotiviert.
Nach 1,5 Stunden habe ich dann auch Glück gehabt, Marko und sein Vater aus Serbien waren nämlich grade auf dem Rückweg von Freunden in Deutschland und haben mich die ganze Strecke bis nach Ljubljana mitgenommen, inklusive Mittagessen in einem Autobahnrestaurant und Serbischunterricht im Stau. Mit den beiden hätte ich theoretisch bis fast zur bulgarischen Grenze mitfahren können, aber da ich mir schon einen Schlafplatz organisiert hatte, habe ich mich dann dafür entschieden, trotzdem nach Ljubljana zu fahren. Und so ein bisschen was von den Ländern zu sehen, durch die ich durch fahre, ist ja auch nicht verkehrt.
In Österreich im Gebirge hats übrigens geschneit wie blöd, und weil sich mehrere LKWs quergestellt hatten, war der Tauerntunnel gesperrt und für 2 Stunden ging garnichts mehr. Selbst im Radio haben die über fast nichts anderes geredet, in den Tälern solls wohl auch Überschwemmungen und so gegeben haben. Aber eigentlich wars ganz schön, so ein kurzer Abstecher durch die Winterlandschaft der Alpen für einen halben Tag.
Gegen 18Uhr bin ich dann in Ljubljana angekommen, und in einer halben Stunde treffe ich mich mit den Couchsurfern am Hbf. Was ich von der Stadt in der Zeit jetzt schon gesehen habe, gefällt mir auf jeden Fall ganz gut. Hier bleibe ich jetzt erstmal 2 Nächte und Samstag geht es dann weiter Richtung Türkei, wahrscheinlich mit nächstem Zwischenstopp Belgrad.

Seit 40 Stunden oder so bin ich jetzt unterwegs, und dieses “Abenteuergefühl”, wirklich in fremden Ländern unterwegs zu sein, hatte ich zum ersten Mal heute nachmittag, als ich nicht wusste, wie die Namen auf den Autobahnschildern ausgesprochen wurden… aber das hat mir der Moderator vom Radio Kärnten dann auch relativ schnell wieder versaut.

Der Eintrag heute muss leider ohne Bilder auskommen, irgendwas funktioniert beim Hochladen nicht. Die werden aber auf jeden Fall nachgereicht!

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