Von Truthähnen und Oliven

Ich bin seit Freitag auf dem Bauernhof, und auch hier gefällt es mir richtig gut! Meine Erwartungen vorher waren sehr niedrig, ich habe mich auf Hockklos und Handwäsche, alte kaputte Duschen und grosse eklige Spinnen im ganzen Haus eingestellt. Aber nein, ich muss sagen, hier gibt es alles was man (also ich) für ein angenehmes Leben braucht. Das Haus ist zur Hälfte Wohn-/Kochbereich, die andere Hälfte ist durch ca. 2,30m hohe Trennwände in drei Zimmer geteilt. Zu jedem Raum gehört ein eigenes Badezimmer, was ich sehr angenehm finde. Aber da die Räume und Badezimmer nicht durch Türen, sondern durch Vorhänge voneinander getrennt sind und die Innenwände nicht durchgehend sind, ist das Ganze natürlich um einiges hellhöriger, als ich es bisher gewohnt war.
Die Farm gehört Ali, der das Land vor sieben Jahren gekauft hat. Er wohnt hier zusammen mit einer Menge Truthähnen, Hühnern, Hähnen und Gänsen, drei Hunden sowie natürlich uns Freiwilligen. Im Moment sind wir insgesamt zu viert, außer mir sind noch Nils und Lena aus der Ukraine hier. Außerdem wohnt auf der Farm nebenan Mustafa mit seiner Familie, der ebenfalls täglich vorbeikommt.
Wir haben hier ca. 2000 Olivenbäume (ich hab nachgefragt), und die machen natürlich auch die meiste Arbeit. Gestern und heute haben wir hauptsächlich Oliven gesammelt (aber nur die vom Boden, aus denen machen wir Öl; die anderen sind noch nicht reif), außerdem habe ich schon geholfen, einen Zaun zu bauen und natürlich die Hühner zu füttern.
Übrigens ist hier wunderbares Wetter, in Istanbul war es noch ein bisschen verregnet und kalt, aber hier sind es jeden Tag locker 25°. Wir essen draußen, sitzen zwischendurch draußen, eigentlich bin ich nur draußen den ganzen Tag :). UND wir haben Fledermäuse außen am Haus wohnen, die fliegen dann abends immer direkt an uns vorbei.
Also ihr seht, mir geht es im Moment unglaublich gut, ich genieße das Wetter, die ganzen Erfahrungen und die Tatsache, dass ich tatsächlich grade mit meinem Rucksack unterwegs bin, wirklich sehr.
Dazu passend hat Ali mir ein Lied gezeigt “Kafa nereye, biz oraya”, es heißt soviel wie “Wo auch immer mein Kopf hinwill, dahin fahre ich”… “Lass uns einfach losfahren, hier uns jetzt, wir machen das Radio im Auto an und fahren los ohne Plan”
http://www.youtube.com/watch?v=2NSOvjbCbDk

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal
Anna

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1 thought on “Von Truthähnen und Oliven

  1. Christina

    Also Fledermäuse haben WIR hier ja auch! 🙂
    Schön, dass es Dir so gut geht. Wir wünschen Dir weiterhin viel Spass und tolle Erfahrungen. Mach´ viele Fotos 😉
    Liebe Grüsse aus Aachen

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