Meine Reisepläne

Gestern bin ich zum ersten Mal Traktor gefahren! Zwar nicht selbst hinterm Steuer, sondern nur hinten drauf, um die Olivenkisten festzuhalten, aber ein Erlebnis war’s trotzdem.

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Heute haben Ali und ich uns ein verlassenes Dorf in der Nähe von Fethiye angeschaut, das komplett aus fast 100 Jahre alten Ruinen besteht. Im Zuge des Bevölkerungsaustausches zwischen der Türkei und Griechenland nach dem ersten Weltkrieg wurden nahezu alle in der Türkei lebenden Griechen vertrieben (und andersrum), was dieses Dorf zu einer Geisterstadt und mittlerweile zu einer mittelmäßig bekannten Touristenattraktion gemacht hat. Außerdem haben wir uns gestern den Saklıkent Canyon angesehen, wo (zum Glück) absolut nichts los war; und heute durfte ich die Aussicht auf Fethiye zusammen mit einer Herde Ziegen genießen, die überall um mich herum gegrast haben, während ich versucht habe, ein gutes Foto zu machen 😉

Vor ein paar Tagen habe ich bei mir im Badezimmer eine von diesen großen, schwarzen Spinnen gefunden. Ich erinnere mich daran, wie ich mal mit 14 eine Nacht im Wohnzimmer geschlafen habe, weil so eine unter mein Bett gekrabbelt war. Dieses Mal habe ich mich mit ihr angefreundet, beschlossen, dass sie bleiben darf und sie Aragog genannt.

Leider muss ich mich schon übermorgen wieder von Aragog trennen, denn ich habe beschlossen, weiterzuziehen. Eigentlich wollte ich unbedingt sechs Monate in der Türkei bleiben und nicht nur drei, aber der Typ von der Visastelle in Fethiye hat heute all meine Träume zerstört. Für eine Aufenthaltsgenehmigung brauche ich nicht nur eine feste Adresse und ein türkisches Bankkonto (was sich bestimmt irgendwie einrichten ließe); nein, ich muss auch eine Krankenversicherung abschließen, die 1000 Lira kostet (ca. 400€).

Von daher habe ich entschieden, meine Reisepläne ein bisschen zu komprimieren und noch möglichst viel vom Land zu sehen. Ab Freitag mache ich eine Art Rundreise durch den Süden (von Bodrum bis Adana), bleibe in jeder Stadt zwei Nächte und komme dann wahrscheinlich kurz vor Weihnachten in der nächsten Farm an. Da bleibe ich bis kurz nach Silvester und reise dann nochmal ein paar Wochen durchs Land, bis ich mich Ende Januar auf den Rückweg nach Mitteleuropa mache. Wohin es mich dann als nächstes verschlägt, überlege ich mir in der nächsten Zeit.

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