Auf dem Bauernhof

Nach einer kleinen Planänderung (mal was neues) habe ich den Februar nicht mit Pferden und Eseln, sondern stattdessen mit Ziegen, Enten und Hühnern, Hunden und Katzen, Schafen und einem Schwein verbracht. Neben den Tieren wohnen auf dem Hof noch Chris und Mona, ein französisch-norwegisches Paar, Ayla, deren Tochter, die am Samstag ein Jahr alt geworden ist, sowie Christine und Florence. Ausserdem waren mit mir noch zwei andere Workawayer da, Matthieu und Carole.

Neben dem Garten und den ganzen Tieren gehört zu dem Haus noch eine Pension und ein Katzenhotel, es gibt also immer was zu tun. Meine Aufgaben hier waren sehr unterschiedlich: Wir hatten viel im Garten zu tun, haben tagelang die Beete vorbereitet, Bohnen gesät und Unkraut gezupft, ich habe einen Baum gepflanzt und einen Hühnerstall geputzt, Laub gerächt und die Tiere gefuettert. Ich weiß jetzt, wie man aus Paletten einen neuen Kompost baut und wie man Bambusstaemme vorbereitet (während die Hunde um einen herumrennen und versuchen, das rumfliegende Holz zu schnappen). Dann haben wir den Zaun der Hühner wegen Bauarbeiten am Abwassersystem sowohl ab- als auch eine Woche später wieder aufgebaut, ich war mehrmals mit den beiden Ziegen spazieren (die wegen Hufproblemen momentan nicht auf die Weide können) und an den regnerischen Tagen haben Matthieu, Carole und ich die Küchenschränke mit Pappmaché verziert.


Ein paar Mal waren wir Containern, und haben unter anderem einwandfreien Kuchen und Schockocroissants gefunden. Mit dem Auto ist das richtig entspannt. Letzte Woche waren wir dann einen Nachmittag am Strand (Atlantik!) und am Abend vor meinem Geburtstag waren wir auf einer kleinen ländlichen Salsaparty und haben mit improvisiertem Kuchen und Teelichtern vom Buffet reingefeiert. Der Tag selbst war dann ganz entspannt (mit richtigem Kuchen). Naja, zumindest bis ungefähr abends sechs Uhr. An dem Abend wurden nämlich ein paar Hähne geschlachtet, neun um genau zu sein. Dass das mit meinem Geburtstag zusammen fiel, war mehr ein unglücklicher Zufall, aber zumindest werde ich mich immer daran erinnern können, was ich an diesem Tag gemacht habe. Und um ehrlich zu sein war es sogar ganz interessant, einmal den kompletten Prozess ‘vom Hühnerstall in den Kochtopf’ mitzubekommen. Der Griff in die Kühltruhe im Supermarkt ist ja so schön einfach, da hat man dann auch mit dem ganzen Drumherum nichts zu tun.

Im Sommer schlafen die Freiwilligen draußen in den Wohnwagen vom Katzenhotel, manchmal auch im Zelt. Ich hatte das Glück, im Winter hier zu sein und die ersten zwei Wochen in einem der Zimmer der Pension zu übernachten. Letzte Woche waren alle Zimmer voll, aber – es ist ja Winter – das ebenfalls zu uns gehörende Ferienhaus nebenan stand leer. Also hatten wir zu dritt ein komplettes Haus für acht Personen für uns allein, nicht schlecht!

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