Der Hinweg Teil 1: Ljubljana – Serbien

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Ich habe es geschafft! Ich bin in Istanbul angekommen! Um das zu realisieren, habe ich den ganzen heutigen Tag gebraucht, denn über etwas nachzudenken und zu reden oder es wirklich zu tun sind ja dann doch zwei verschiedene Dinge.
Das Hostel, in dem ich schlafe, liegt direkt neben der blauen Moschee, das heißt, dass ich einen sehr schönen Ausblick habe und super schnell in der (touristischen) Innenstadt bin. Aber auch, 5x am Tag den Gebetsrufen des Muezzins zu lauschen. Beim ersten Mal gestern hat es mir gefallen, weil es neu und “exotisch” ist, beim zweiten Mal fand ichs nervig und jetzt, nach einem Tag, habe ich mich schon dran gewöhnt und finde den Klang eigentlich ganz angenehm (Kirchenglocken sind definitiv nerviger 😉 ).

So, jetzt aber mal zu meinem Weg hierher und den ganzen Bildern, die ich gemacht habe. Als erstes die Fotos aus Slowenien, bzw dem Weg dorthin:

Samstag morgen bin ich dann in Ljubljana aufgebrochen, und es war ein komisches Gefühl, denn ich wusste weder, wie weit ich fahren noch wo ich schlafen würde, und das in Ländern, in denen ich noch nie gewesen war und die teilweise einen ziemlich schlechten Ruf hatten.
Als erstes bin ich morgens um 5Uhr mit den Couchsurfern Meta und Gregor zum Yoga gefahren, und das war ein echt klasse Start in den Tag. Danach haben die beiden mich dann zu einer Autobahnraststätte bei Ljubljana gefahren, gegen 7.30Uhr.
Die seltsamste Begegnung meiner Reise bis jetzt habe ich dann auch direkt am Anfang gemacht, und zwar mit Gaži, der irgendwie halb Italiener,  halb Serbe ist (oder Mazedonier?). Jedenfalls war er auf dem Weg nach Skopje, und ich habe mich schon gefreut,  dass er so eine weite Strecke fährt. Ausserdem haben wir uns echt gut verstanden, mit einem Mix aus Deutsch, Englisch und Italienisch ging das schon irgendwie. Als er gehört hat, dass ich auch den Führerschein habe, hat er sich ziemlich gefreut, da er seit 2uhr nachts unterwegs war. Eigentlich hatte er vor, irgendwo Pause zu machen, aber dann meinte er, dass ich ja fahren kann, während er schläft. Als ich dann aber tatsächlich am Steuer saß,  war er doch nicht mehr so entspannt und wollte lieber wieder selber fahren. Entweder war ich zu schnell oder zu langsam, oder was auch immer, aber ich habs mit Humor genommen, was solls. War mir ja auch eigentlich egal. Kurz darauf waren wir an der kroatischen Grenze,  und da war die eigentlich komische Situation: Er wollte plötzlich,  dass ich aussteige, zufuss über die Grenze laufe und dann auf dem Parkplatz danach wieder einsteige. Schräg. Gut, aber was sollte ich machen, er hat mich ja quasi aus dem Auto geschmissen, nur so ziemlich am ungünstigsten Ort, den man sich ausdenken kann. Vielleicht hatte er Angst, dass ich irgendwas verbotenes dabei habe, und wollte Fragen vermeiden. Wenn ja, war das eine ziemlich dumme Idee, die Grenzpolizei hatte nämlich auch gesehen, was passiert war und war jetzt logischerweise erst recht interessiert. Um der Situation noch die richtige Würze zu geben, ist mir im gleichen Moment die Brottüte aufgegangen, die ich aussen am Rucksack hatte, also hatte ich die ganze Zeit die losen Brotscheiben in der Hand, während ich versucht habe, zu erklären, dass ich auch nicht weiss, was grade passiert ist. Davon habe ich leider kein Foto, aber es hätte bestimmt super ausgesehen.
Nachdem der Beamte mit Gaźi geredet hatte; meinte, dass der mich nicht mitnehmen will und mir klargemacht hat, dass ich auch keine anderen Autofahrer ansprechen darf (“This is the border. There is only one reason to come here: to cross it. You can not ask people here.”), musste ich wieder einsteigen und bis zur nächsten Tankstelle mitfahren. Da bestand ich dann auch darauf, abgesetzt zu werden, obwohl Gaži mittlerweile wieder bester Laune war und entspannt mit mir Quatschen wollte. Was das Ganze sollte? Fragt mich was leichteres.

Danach war ich erstmal ziemlich frustriert, dann hat mich aber zum Glück ein Kroate eine Tankstelle weiter mitgenommen,  wo mehr los war. Ohne es zu wissen, bin ich da das letzte Mal in einem PKW mitgefahren, denn Janko, den ich da getroffen habe, war der Erste von den insgesamt 6 LKW-Fahrern, die mich bis Istanbul mitgenommen haben. Auf einem Parkplatz 50km vor der serbischen Grenze haben wir eine Pause gemacht, er hat mich zum Kaffee eingeladen und direkt schon den nächsten Lkw für mich gefunden, der bis nach Mazedonien fuhr. An der Grenze stellte sich aber dann raus,  dass der Fahrer (der unglaublich nett war, dessen Namen ich mir aber leider nicht merken konnte), bald seine Pause von 10 Stunden machen musste. Er meinte, dass man an der Grenze locker mehrere Stunden wartet, und nachdem wir uns zusammen einen Film angeguckt hatten, bin ich in der Schlange der wartenden LKW rumgelaufen und habe schnell Druško gefunden, der einverstanden war, mich bis nach Belgrad mitzunehmen. Mit ihm habe ich nochmal 6 Stunden gewartet, also insgesamt 9 (NEUN!) Stunden, bis es endlich hieß:

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So, und weil es ja sonst langweilig wäre, folgt der Rest später. Die WordPress-App will zwischenzeitlich nicht ganz so, wie ich will, also Schritt für Schritt. 🙂

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